Unesco Sehenswürdigkeiten

Olympic-Nationalpark, ein Naturwunder der USA

© Galyna Andrushko - Fotolia.comIm westlichen Teil von Washington, liegt der Olympic-Nationalpark. Gegründet wurde dieser um 1938. Das Biosphärenreservat des Nationalparks ist 1976 von der UNESCO anerkannt worden. Der Park liegt auf einer Halbinsel, nahezu isoliert von der Zivilisation und somit konnten sich zahlreiche Tier-und Pflanzenarten entwickeln, die nur dort vorkommen. Aus ersichtlichen Gründen, wird das Reservat von Biologen und Zoologen, als Gebiet der Forschung, gerne angenommen. Aus zwei Teilen bestehend, gibt es auf der einen Seite den Küstenabschnitt, der beinahe immer in Nebel gehüllt ist. Auf der anderen liegen Strände, direkt am Wald, so das des öfteren entwurzelte Bäume den Strand säumen. Der Mittelpunkt des Nationalparks, ist die Gebirgsregion, welche sich Olympic Mountains nennt. Jene sind mit Gletschern bedeckt und unzugänglich. Es gibt eine Parkgrenze, sie liegt am Regenwald. Das ist das Regenreichste Gebiet von Amerika. Seinen Namen verdankt der Olympic-Nationalpark dem Mount Olympus, wonach Kapitän John Meares diesen 1788 als Ort "wo die Götter Wohnen" bezeichnete. Holzeinschlag dezimierte den Waldbestand enorm und Präsident Cleveland erklärte daher 1897 das Olympic Forest zum Reservat. Diese Maßnahme schützte und bewachte den Holzeinschlag. Ein langer Kampf um den Nationalpark entstand. Heute stehen 95% des Parkgebiets unter zusätzlichen Naturschutz.

Die UNESCO ernannte den Olympic-Nationalpark zum Weltnaturerbe.


Natürlich sind weite Gebiete auch für Besucher zugänglich. Zahlreiche Flüsse geben Möglichkeit zum Bootsausflug oder sogar zum Angeln. Im Winter bietet der Hurrican Ridge an, Ski-und Snowboardfahrern ihr Können unter Beweis zu stellen. Auch zweckmäßige Campingplätze sind vorhanden und sind Mobil zu erreichen. Für Reisende, die es etwas gemütlicher mögen, zwei Berghotels namens Lake Crescent Lodge und Kalaloch Lodge, sorgen für wohlige Atmosphäre. Wanderwege mit fast 1000 km Länge, in alle Richtungen des Parks, mit Lehrpfaden und Wanderrouten, sind sehr beliebt. Selbst Bergsteigen ist nicht ausgeschlossen. Der Mount Olympus, mit seinen 2428 m Höhe ist nicht zu verachten und für Bergsteiger ein Muss. Reittouren in unmittelbarer Nähe des Parks sind keine Seltenheit und werden gerne von Besuchern angenommen. So werden viele verschiedene Veranstaltungen angeboten. Von Naturkunde über Kinderprogramme, bis hin zu Lichtbildervorträgen, welche unter freiem Himmel statt finden.


© Galyna Andrushko - Fotolia.comDas Beobachten der Tierwelt, nimmt einen besonderen Status bei Besuchern ein. Beispielsweise der Bergbiber, ein nachtaktiver Nager, ist ebenso oft zu bestaunen wie die Schwarzwedelhirsche. Murmeltiere spielen am Hurrican Hill, die Chancen stehen gut, für einen Moment in die Welt dieser posierlichen Kameraden abzutauchen und sie in einem Hauch von Bruchteilen kennen zu lernen. Das größte Tier, welches im Nationalpark lebt, ist das Roosevelt-Wapiti. Es kann bis zu 450 kg schwer werden. Das kleinste hingegen, ist die Rotzahnspitzmaus, sie wiegt nur wenige Gramm. Etwa 300 Verschiedene Vogelarten besiedeln den Nationalpark. Der wohl bekannteste, ist der Fleckenkauz. Er stellt hohe Ansprüche an seinen Lebensraum und ist das Wahrzeichen des Parks. Selbst viele Entenvögel mit ca. 30 Arten, leben im Nationalpark. Der Trompeterschwan ist ebenso vertreten, wie der kleine Zwergschwan. An Seen und Flüssen ist der Bindentaucher beheimatet, welcher nur in Amerika vorkommt. Die Pflanzenwelt im Nationalpark ist von sagenhafter Aussergewöhnlichkeit. Große Regenmengen, die Luftfeuchtigkeit, welche sehr hoch ist und die Monogame Jahresdurchschnittstemperatur, ließen den Regenwald im westlichen Teil des Olymoic-Gebirges prächtig Gedeihen. Das Blätterdach des Waldes ist üppig und von sattem Grün. Über 100 m hohe Riesenlebensbäume, Tannen und Fichten sowie großblättrige Ahornbäume, haben sich im mäßigen Regenwald ausgebreitet. Riesenfarne, Moose und Pilze bedecken den weichen Waldboden. In höheren Lagen, wo der Boden nicht mehr reich an Humus ist, sind dennoch kleinere Gewächse wie Flechten und Bergblumen zu finden.

Übrigens

Ansichtskarte von Igor AdolphDie westliche Seite des Nationalparks ist oft wolkenverhangen. Milde Winter, warme Sommer. Kühle Nächte sind bestimmend. Östlicher wird es trockener, dafür aber mit großen Temperaturschwankungen. Der Olympic-Nationalpark hat seine Pforten das ganze Jahr über geöffnet. Besucher Reisen meist in der Zeit von Juni- September. Für Fragen, Auskünfte und Bewilligungserteilungen, sind Ranger verschiedener Stationen zuständig. Sie Helfen und geben gern Auskunft.
Dieses phänomenale, atemberaubende Stückchen Erde, wurde zum Weltnaturerbe ernannt. Wollen wir es Beschützen, in seiner facettenreichen Vielfalt von Fauna und Flora. Möge der Ort, wo die Götter wohnen, der Menschheit endlos lange erhalten bleiben.