Unesco Sehenswürdigkeiten

Pamukkale - Türkei.

PamukkaleDie Türkei zählt zu einem der beliebtesten Urlaubsziele überhaupt. Besonders für einen entspannten Badeurlaub eignen sich viele Regionen des Landes sehr gut; insbesondere die Türkische Ägäis steht in der Gunst der Urlauber ganz weit oben. Das Besondere an der Türkei als Urlaubsland jedoch ist, dass hier auch kulturell interessierte Touristen voll auf ihre Kosten kommen. Zahlreiche historisch bedeutende Bauwerke gilt es in der Türkei zu entdecken. Ein Reiseziel jedoch toppt alle anderen Sehenswürdigkeiten bei Weitem und steht bei fast jedem Türkei-Urlauber ganz oben in der Reiseliste: die Rede ist von Pamukkale. Hierbei handelt es sich um eine Kleinstadt im Südwesten der Türkei; wörtlich übersetzen könnte man diese mit "Baumwollfestung". Ihre weltbekannte Berühmtheit erhielt Pamukkale durch die hier befindlichen jahrtausendealten Kalksinterterrassen. Nicht umsonst stehen diese auf der Kulturerbeliste der Unesco. Heute gelten diese als größte Touristenattraktion der Türkei. Besonders wer an der Mittelmeerküste Urlaub macht, sollte eine Fahrt zu diesem Naturphänomen nicht versäumen. Doch auch von weiter entfernteren Städten wie etwa Bodrum aus lohnt durchaus noch eine Tagesfahrt nach Pamukkale. 
Pamukkale befindet sich auf einem Plateau in etwa 2.000 Metern Höhe. Unweit der Terrassen befindet sich ein weiteres kulturelles Highlight, die Ruinen des antiken Hierapolis. Auch diese sollte man keinesfalls versäumen. Vor allem das sehr gut erhaltene römische Amphitheater ist hier ein Anziehungspunkt für die meisten Touristen.

PamukkaleSchon von Weitem sind die Terrassen sichtbar, denn diese strahlen schneeweiß. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass diese auch gerne als "geologisches Wunder der Superlative" bezeichnet werden. Das Entstehen der Terrassen ist recht einfach zu beschreiben: etwa 35 Grad Celsius warmes und kalziumhaltiges Wasser strömt hier bereits seit Jahrtausenden aus der Erde und ergießt sich über die Terrassen. Diese sind stufenförmig angelegt - von Weitem erscheint dieses Naturphänomen daher wie ein vereister Wasserfall. Schon die alten Römer kamen angeblich nach Pamukkale, um in den Thermalquellen zu baden und so verschiedene Beschwerden zu behandeln. Das Quellwasser der Terrassen wurde noch vor einigen Jahren dazu verwendet, die Pools der ansässigen Hotels zu füllen. Der Unesco ist es zu verdanken, dass dies nun nicht mehr geschieht. Diese Organisation nämlich kaufte das Grundstück und ließ alle hier befindlichen Hotels abreißen. So konnte das ursprüngliche Weiß der Terrassen wieder hergestellt werden.
Bevor man sich auf den Weg nach Pamukkale macht, sollte man an einige Dinge denken. Unbedingt in das Reisegepäck gehört ein Handtuch, vor allem wenn man hier baden möchte. Bei einem Aufenthalt auf den Terrassen sollte man unbedingt auf ausreichend Sonnenschutz achten, denn im Sommer wird es hier unerträglich heiß. Die weißen Kalksteingebilde reflektieren das Sonnenlicht besonders stark - auch eine Sonnenbrille sollte man daher im Handgepäck haben. Die Terrassen darf man nur barfuß betreten - auch an diese Regel gilt es sich unbedingt zu halten, schließlich möchten auch unsere Kinder und Enkel Pamukkale noch kennenlernen.

Übrigens

PamukkaleDer Zugang zu den Kalksinterterrassen allerdings ist nicht ganz billig - immerhin etwa 30 Euro muss man momentan Eintritt bezahlen - ein Betrag, der sich aber durchaus lohnt. Vor allem in der Hochsaison allerdings muss man mit einer wahren Touristenhorde rechnen - es lohnt sich also, sich rechtzeitig einzufinden. Tausend und mehr Touristen am Tag sind durchaus keine Seltenheit. Auch im Winter jedoch, wenn dampfende Schwaden aus den Terrassen aufsteigen, sind diese sehr interessant anzuschauen und unbedingt einen Besuch wert.